5.2.2008 - Fotografie: Von der Kunst zur reinen Dienstleistung?
In einem kürzlich veröffentlichten Interview beklagt sich Jim Rakete darüber, dass die Fotografie von der darstellenden Kunst zu einer reinen Dienstleistung verkommt. Daraus stellt sich die Frage, ob nicht auch darstellende Kunst an sich - so pervers das auch klingen mag - eine Art Dienstleistung ist oder immer schon war? Eine Dienstleistung ist...
"...im Sinne der Volkswirtschaftslehre ein ökonomisches Gut, bei dem im Unterschied zur Ware nicht die materielle Produktion oder der materielle Wert eines Endproduktes im Vordergrund steht, sondern eine von einer natürlichen Person oder einer juristischen Person zu einem Zeitpunkt oder in einem Zeitrahmen erbrachte Leistung zur Befriedigung eines Bedürfnisses" (Wikipedia).
Demnach dient die Dienstleistung der Befriedigung eines Bedürfnisses und könnte ohne weiteres - zumindest in dieser Hinsicht - mit der Kunst auf eine Stufe gestellt werden.
Klar wird aber zweifelsohne, dass Kunst durchaus als Dienstleistung verstanden werden kann. Dass das die Künstler selbst nicht wahrhaben mögen ist klar: Schaffen Sie doch im Wesentlichen um Ihrer selbst Willen. Und das ist gut so; was wäre unsere Welt ohne Kunst?
Übrigens: Ein sehr interessantes Interview mit Jim Rakete, das Peter Badge 2002 führte, zeigt einen wahrlich interessanten Künstler von einer völlig anderen Seite.
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