17.2.2008 - Hundeklon auf Bestellung
Das südkoreanische Unternehmen RNL Bio bietet das Klonen eines Hundes für 150.000 US$ an. Nach eigenen Angaben liege bereits ein Auftrag einer Kundin aus Californien vor, die Ihren Pitbull, der ihr einst das Leben rettete, klonen lassen möchte.
Leiter der Einrichtung soll Professor Lee Byeiong Chun sein, der zur Gruppe des umstrittenen Forschers Hwang Woo Suk gehöre, der wiederum seinerzeit wegen gefälschter Forschungsergebnisse entlassen wurde. Allerdings liegen Beweise vor, dass es gelungen sei, Hunde zu klonen.
Ethik hin oder her. Mutet es nicht ein wenig bizarr an, Tiere zu klonen, nur weil man es kann? Ich kann die Dame ja durchaus verstehen, die ihren Pitbull dadurch quasi wieder auferstehen lassen möchte, aber wo sind die Grenzen?
Die ehrenwerte und nicht weniger reiche Dame gerät möglicherweise irgendwann einmal bei einem Bad an ihrem Privatstrand in Not und läßt sich von einem knackigen Lebensretter das Leben retten, welches er mit einem eigenen bezahlt. Schlimm genug, aber läßt die Damen dann den Herren klonen, weil er ihr im Rahmen dieser Aktion so ans Herz gewachsen ist?
Vielleicht läßt sie sich gar selbst gleich mitklonen, in der Hoffnung, dass sie mit ihrem Lebensretter eine gemeinsame Zukunft (ohne Altersunterschied!) haben wird? Man weiß es nicht.
In Bezug auf den Hundeklon wäre sie sicherlich mit einem anständigen Grab und einem hübschen Grabstein zur Erinnerung an den Pitbull gut beraten. Dann bliebe bestimmt auch noch etwas von den 150.000 US$ übrig, mit denen sie sicherlich einen neuen Hund erwerben könnte und nebenbei allerlei andere sinnvolle Dinge machen könnte.
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