26.3.2008 - Zwei bemerkenswerte Ausstellungen
Das Museum Ludwig in Köln präsentiert die Schau "köln progressiv 1920 - 33". Bilder und Werke von Franz Wilhelm Seiwert, Heinz Hoerle und Gerd Arntz zeigen Ausschnitte der Kölner Kunst, aus einer das Land bewegenden Epoche, in der der Expressionismus zu emotional und der Realismus - etwa einer Käthe Kollwitz - zu sentimental ist. Überraschend leuchtend farbig, aber auch flächig und sachlich-geometrisch inszeniert Kaspar König (Direktor des Museum Ludwig) eine "Sammlung (...), die unverwechselbar ist". Zeitgleich zeigt das Museum eine Präsentation zu Paula Modersohn-Becker.
Im spanischen Bilbao hat die Ausstellung "Chacun à son goût" ("Jeder nach seinem Geschmack") eröffnet. Diese Jubiläumsschau stellt baskische und spanische Künstler in den Mittelpunkt. Aus den Beständen sollen Werke von Miguel Barceló, Juan Luis Moraza, Javier Pérez, Susana Solano, Francesc Torres und Darío Urzay hervorgehoben werden. "Diese Schau soll die Verbundenheit des Museums mit der Stadt und dem Baskenland zeigen", sagt Direktor Vidarte. Das allein ist sicher nichts besonderes. Allerdings baten die Künstler im Vorfeld Robbie Williams um sein Einverständnis, das Plakat zur Ausstellung mit einem Fotos seines Brust-Tatoos gestalten zu dürfen. Da hat sich Williams seinerzeit und nichts ahnend eben dieses Motto verewigen lassen.
Bleibt die Feststellung, dass die Ausstellungen in jeder Hinsicht "unvergleichlich" und bemerkenswert sind. Jede halt nach ihrem Geschmack...
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