3.4.2008 - Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung
Ich möchte, nein ich muss, Euch schnell mit ein paar Zahlen vertraut machen. Ein paar Zahlen, die Euch umhauen werden.
1. Josef Ackermann - genau der, der in die Mannesmann-Affaire verstrickte Topmanager der Deutschen Bank - verdiente 2007 knapp 14 Millionen Euro. Offengestanden blieb mir an dieser Steller der Information zunächst die Luft weg. Ich bin zwar der Meinung, dass Topleistungen gut bezahlt werden müssen, aber diese Zahl ist für mich jenseits dessen, was ich mir vorstellen kann.
2. Wichtiger noch als die Summe selbst ist die Zusammensetzung der Summe! Aber der Reihe nach. Die 14 Millionen (genau genommen sind es nur 13.981.000 Euro) setzen sich wie folgt zusammen:
- Grundgehalt: 1.150.000 Euro (damit wäre manch' einer bereits zufrieden)
- Erfolgsbezogene Komponenten: 8.148.000 Euro (aha...)
- Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung: 4.531.000 Euro ("Anreiz" stimmt!)
- Sonstige Leistungen: 151.517 Euro (ein kleines "Zubrot")
3. Noch wichtiger als der Verdienst an sich ist die Frage: Wofür erhält Josef Ackermann dieses Gehalt? Dafür, dass er an verantwortlicher Position dafür gesorgt hat, dass die Deutsche Bank einen Vorsteuergewinn von 8,7 Milliarden Euro erzielen konnte. Nur 2006 lag er geringfügig höher (9,682 Milliarden Euro [EBITDA]).
Na wenn das nicht eine solide Basis für weitere Massen-Entlassungen (2005: 6.000 Arbeitsplätze) bei der Deutschen Bank bildet, Herr Ackermann...
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