30.4.2008 - Ausländer - Viele Überraschungen
Ich muss noch einmal auf meinen Messebesuch zurückkommen. Ein Kollege, der mich überraschenderweise begleitete, hat mich ebenso überraschend verblüfft:
Wir hatten schon einige Gespräche an den Ständen verschiedener Aussteller geführt, z.B. mit einem Italienischen, einem Türkischen, aber auch mit einem deutschen Aussteller. Als wir danach gemeinsam auf der Suche nach unserem nächsten Gesprächspartner durch die Gänge streiften, überraschte mich mein Kollege mit folgender Aussage: "Ganz schön viele Ausländer hier!"
Ich war so verblüfft, dass mir zunächst nichts besseres einfiel, als 'alle Menschen sind Ausländer - fast überall'. Und dabei habe ich es auch belassen.
Die eigentliche Überraschung für mich war allerdings, wo manche Menschen gedanklich "stehen geblieben sind". Was hatte mein Kollege denn erwartet? Dass auf einer in Deutschland stattfindenden internationalen Messe nur Deutsch gesprochen wird?
Die Internationalität der Veranstaltung war ihm eigenen Angaben zufolge wichtig: Er wollte ja neue Kontakte zu möglichen Lieferanten knüpfen. Offenbar hatte er sich über die Tatsache, dass Menschen anderer Nationalität andere Sprachen - und bisweilen kein Deutsch - sprechen, keine Gedanken gemacht.
Erwartungsgemäß kehrte er ohne die erhofften Kontakte gemacht zu haben, nach Hause zurück... Das allerdings überraschte mich nicht.
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29.4.2008 - Messebesuch
Heute habe ich eine Messe besucht. Also - ich bin als Besucher dort hin gegangen. Ich betone das, weil ich an Messen sonst immer nur als Aussteller teilnehme. Daher war dieser Tag in jeder Hinsicht für mich aufschlussreich.
Ich kann nicht verleugnen, dass ich erleichtert festgestellt habe, dass ich von nicht wenigen Mitarbeitern unterschiedlichster Unternehmen wenig oder gar nicht beachtet wurde. Da haben offenbar nicht nur wir unsere Problemchen... Es gab löbliche Ausnahmen. Allerdings hatten diese sich die Bezeichnung "Ausnahme" auch wirklich verdient.
Es ist nicht zu fassen, wie unmotiviert, erschreckend ignorant und verletzend abweisend immer noch viele Aussteller sind. Und dabei tun sie dies höchstwahrscheinlich völlig unbeabsichtigt: Stoßen Ihre Kunden - oder diejenigen, die es mal werden könnten - vor den Kopf.
Hier und an dieser Stelle würde es definitiv zu weit führen, selbst nur die gravierendsten Fehler aufzuführen. Wer eine Top 10 Liste haben möchte, schickt mir bitte eine Mail. Bei gesteigertem Interesse mache ich mir gerne die Mühe.
Eines sollten sich allerdings alle Aussteller vor Augen führen: Eine "Messe-Minute", ein Zeitraum der sich leicht errechnen läßt, und der auch leicht nachzuvollziehen ist, kostet bei einem kleinen Stand (< 30 m²), bei einfachen Standbau etwa 20 €. Sie kann aber auch leicht 5.000 € Kosten verursachen (Standgröße ca. 400 m², konventioneller Standbau, ein wenig Chichi...). Wohlgemerkt: 1 MINUTE!
Der Unternehmer, der sich einen von den beiden Ständen leistet, hat es verdient, dass das Standpersonal diesen Kosten gerecht wird und sich entsprechend seiner Bestimmung verhält. Wenn es dazu nicht bereit ist, hat es auf einer Messe nichts zu suchen. Es ist eine tolle Sache, dass Verkäufer an dem durch sie generierten Umsatz beteiligt werden. Vielleicht sollte man sie aber auch mal an den Kosten einer "misslungenen" Messe beteiligen...
Übrigens: Mein Messebesuch war trotz allem erfolgreich. Allerdings brenne ich darauf, wieder als Aussteller auf die nächste Messe zu gehen. Wenn ich an all' diese Chancen denke...
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28.4.2008 - Spezial Normal
Am Freitag hatte ich Urlaub. Meine bessere Hälfte hat mich dann auch prompt in die Stadt geschleppt. Gegen Mittag hat sie mich dann in ein türkisch-italienisches Schnellrestaurant eingeladen.
Als wir dort auf unsere Bestellungen warteten, fiel mir ein Schild auf, das das Angebot des Tages zeigte:
DÖNER - Spezial Normal.
Ich hätte es fotografieren sollen. "Spezial Normal" ist eine Kombination, die nur schwer zu verstehen ist. Offengestanden ist mir bis jetzt nicht klar, was sie bedeuten soll.
Klar ist mir nur, dass das Angebot des Tages kaum ein Renner werden kann: Wer seine Offerte nicht klar ausdrückt, seine Botschaft nicht deutlich formuliert, der darf sich nicht wundern, wenn der beabsichtigte Effekt, das gewünsche Resultat ausbleibt.
"Spezial Normal" sollte nicht der Normalfall sein, eher der Spezilafall.
Wir hatten übrigens Pizza - sicher ist sicher.
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27.4.2008 - Sonntags kommt der Pinguin . . .
... und verirrt sich bisweilen vor Rauschenbergs "Ohne Titel" aus dem Jahre 1963.

Mit besten Grüßen von meiner Tochter Ann-Kathrin ;-)
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27.4.2008 - Immer wieder sonntags...
Heute ist wieder Sonntag. Und wer den Blog-Eintrag vom letzten Sonntag aufmerksam gelesen hat, der weiß, dass ich sonntags die Hilfe von "Ghost Writern" nutze: die von meinen Kindern.
So haben wir auch heute vor und während des Frühstücks wieder interessante Fragen erörtert:
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Gibt es ein Frühstücksei mit Erbeergeschmack?
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Und wenn ja - kann man sein Frühstücksei im Hörnchen bekommen?
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Kann man morgens im Bett auch Topflappen räkeln?
Fragen, die mir einfach unheimlich Freude bereiten. Und nicht nur, weil sie mir immer wieder tolle Blog-Themen liefern...
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26.4.2008 - Kommunikation
"Peer-to-Peer" ist ein technischer Begriff, abgeleitet vom englischen "peer" (Gleichgesteller, Ebenbürtiger). Er beschreibt das Verhältnis von Rechnern innerhalb eines Netzwerks untereinander. Dabei sind in einem Peer-to-Peer-Netzwerk alle Rechner gleichberechtigt, können Dienste in Anspruch nehmen oder Dienste für andere leisten.
Serverbasierte Systeme hingegen haben einen zentralen Rechner (Server), der den anderen im Netzwerk befindlichen Rechnern (Clients) Dienste zur Verfügung stellt, die diese wiederum nutzen.
Wie schaut denn unsere Kommunikation in diesem Zusammenhang aus? Ist gute Kommunikation "Peer-to-Peer" oder eher "Server-Client" basiert? Beides hätte klare Vorteile.
Zielgerichtete Kommunikation unter Beachtung der Corporate Identity kann nur Server-Client-basiert sein: Die Botschaft wird von einem zentralen Organ verbreitet und von vielen anderen Rezipienten aufgenommen. Aber auf diesem Wege erfolgt keine Rückmeldung, es findet keinerlei bidirektionale Kommunikation statt.
Folglich ist es notwendig diese Kommunikation um das "Peer-to-Peer" zu erweitern und die daran Beteiligten als ebenbürtige Partner anzusehen. Und genau dies sollte der Adressat jedweder Botschaft empfinden: Verständigung unter gleichwertigen Partnern.
Dann klappt's auch mit dem Nachbarn...
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25.4.2008 - Geburtstag
Diesen Blog-Eintrag möchte ich meiner Frau Mama widmen, die heute ihren 82. Geburtstag feiert. Dazu muss ich allerdings erklären, dass sie ihren Geburtstag vermutlich gar nicht so wahrnehmen wird: Sie ist dement, ihre Auffassungsgabe stark eingeschränkt.
Dennoch - und das ist das Bemerkenswerte - hat sie den Lebensmut nie verloren. Sie nimmt ihre Situation immer noch als lebenswert wahr, freut sich über Besuch, ein nettes Wort, auch über eine kleine Geste wie ein Lächeln. Auch wenn sie es im nächsten Moment schon wieder vergessen hat. Sie lebt im "hier und jetzt", kennt kein "vorhin" und kein "gleich". Meine Mutter ist sich dessen bewußt. Und trotzdem hadert sie nicht mit ihrem Schicksal.
Schön ist es, wenn ihre Mimik ein zartes Lächeln erkennen läßt, wenn ihre Augen Dankbarkeit für die gemeinsam verbrachte Zeit, den kleinen Blumentopf, das Stückchen Schokolade oder das gemeinsam gesprochene Gebet zeigen. Dann weiß ich wieder, was im Leben wirklich zählt.
Alles Gute zum Geburtstag, Mutter!
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24.4.2008 - Suite101 - wenn nicht hier . . .
Suite101 ist kein Hotelzimmer, sondern eine Seite für 'Sach- und Fachgeschichten'. Und es gibt kein Thema, das es nicht gibt. Hier - das merkt man schnell - sind Profischreiber am Werk, die mit Sachtexten aus über 350 verschiedenen Rubriken informieren. Mitschreiben kann jeder.
Klingt schwer nach Wikipedia. Ist es aber nicht. Denn als Schreiber wird man - anders als bei vergleichbaren Plattformen - am Gewinn beteiligt. Nicht zuletzt das hat zum Erfolg von Suite101 in den USA beigetragen.
Ich bin mir sicher, dass das auch in Deutschland, dem Land der Dichter und Denker gelingen sollte. Wenn nicht hier, wo dann...
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23.4.2008 - Mogelpackungen
Jetzt ist es amtlich. Mogelpackungen werden - bis auf wenige Ausnahmen - zulässig. Das Bundeswirtschaftsministerium hat eine Änderung der Fertigverpackungsverordnung auf den Weg gebracht, nach der die Packungsgrößen für alle Verpackungen außer für Wein, Sekt und Spirituosen ab dem 11. April 2009 freigegeben werden.
Schon jetzt kann man neue Packungsgrößen für Bier, Gebäck, Schokolade oder Waschpulver in den Regalen der Supermärkte bestaunen. Mehl, Nudeln und andere Grundnahrungsmittel werden kurzum folgen.
Das Bundeswirtschaftsministeriun begründet seine Entscheidung mit der damit verbundenen Gestaltungsfreiheit für die Hersteller, die wiederum den Wettbewerb ankurbele. Dies natürlich zugunsten des Verbrauchers, der sich - mit seinen Einkäufen zuhause angekommen - wundert, warum in der Bonbon-Verpackung, die er seit Jahren kauft, plötzlich nicht mehr 250 Gramm, sondern nur noch 225 Gramm drin sind - bei gleichem Preis...
Ich werde das Gefühl nicht los, dass wir betrogen sein wollen. Zumindest glauben das die Politiker, die diese Entscheidung befürwortet haben. Bleibt wieder mal die Frage, ob die Bonbon-Verpackungen, die den Politikern von den Lobbyisten nach Hause geliefert werden (könnten ;-]) auch nur noch 225 Gramm Inhalt haben...
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22.4.2008 - Neues aus aller Welt
Connecticut: Nach einem Gesetzentwurf des US-Bundesstaates sollen alle diejenigen, die über 1,80 m groß sind, über 2 Zentner wiegen, oder deren Schuhgröße 43 oder größer ist, eine Sondersteuer zahlen. Angeblich nutzen diese Personen das Straßenpflaster besonders stark ab.
Der Gesetzentwurf liegt bereits seit 1958 vor, über ihn wurde aber immer noch nicht entschieden. Warum bloß?
Slowakei: Kein Pardon hatten slowakische Polizisten mit einem Kollegen, der seinen Streifenwagen auf einem Privatparkplatz in Zvolen abgestellt hatte: Weil sich der Eigentümer des Parkplatzes darüber beklagte, legten sie dem Streifenwagen kurzerhand eine Kralle an.
Nicht überliefert ist, was der Kollege zu dieser Aktion sagte. Warum bloß?
Düsseldorf: Vor dem Gefängnis "Ulmer Höh" wirbt ein Plakat einer Anwaltskanzlei mit dem Slogan 'Wenn Sie Ihren Ulaub lieber woanders verbringen wollen, buchen Sie uns!'.
Der Vizepräsident der Anwaltskammer, Herbert Schons sagte, er finde diese Werbung 'geschmacklos'. Waum bloß?
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21.4.2008 - Nikosia vs. Celebreties
Still und von der Öffentlichkeit nahezu unbeachtet wurde der Checkpoint an der Ledra Straße auf Zypern wieder geöffnet. Die über 44 Jahre anhaltende Teilung Nikosias endet mit der symbolischen Öffnung des Grenzübergangs auf der Haupteinkaufsstraße der zypriotischen Hauptstadt.
Zwischenzeitlich bersten die Gazetten vor Berichten von internationalen Möchte-Gern-Berühmtheiten, werden wir von der Boulevard-Presse munter mit selbstgemachten Minisensationen bombardiert und erschlagen von großflächig abgebildeten Farbfotos, die von Paparazzis in zum Teil menschenverachtender Weise gemacht wurden.
Es ist nicht meine Absicht von Volksverdummung zu sprechen, aber wir sind auf dem besten Weg dahin, das Wichtige nicht mehr von dem weniger wichtigen unterscheiden zu können.
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20.4.2008 - Sonntag-Morgen
Sonntag Morgen. Wir versuchen herauszufinden, ob es einen speziellen Sonnenaufgang für Linkshänder gibt. Während mein Sohn neben mir ein Ständchen auf seiner Salami-Brötchen-Mundharmonika spielt, beschäftigt uns die Frage, ob man mit den Backenzähnen meiner Tochter auch Kuchen backen kann und ob man seinen Namen mit Teewurst in die Luft schreiben darf?
Ich liebe es mit meinen Kindern zu frühstücken, am Sonntag-Morgen...
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18.4.2008 - Flashmob - ran an die Burger
Mehrere hundert junge Berliner beteiligten sich jüngst an einem sogenannten "Flashmob". Sie verabredeten sich über Handy oder Internet und konfrontierten die Betreiber der Filiale eines großen Burgerbräters im Berliner Ostbahnhof mit einer Bestellung von 10.300 Burgern. Über 700 Personen drängten sich - Polizeiberichten zufolge - in dem Schnellrestaurant. Ein Sprecher des Unternehmens beschrieb die Situation als "herausfordernd".
Genau das ist es. Im Grunde genommen geht es ja nicht darum möglichst viele Burger zu bestellen, sondern darum, dem Gesetz der Masse folgend zu erkennen, was eine Gruppe im Vergleich zu einem Individuum anrichten kann: Sie hat wesentlich mehr Durchsetzungskraft, ihre Argumente haben mehr Gewicht, man kann sich ihrer Forderung nicht so leicht entziehen.
Dies zu erkennen und im Sinne einer zielgerichteten Nutzung einzusetzen ist eben so eine interessante Herausforderung, wie in kürzester Zeit mehr als 10.000 Burger bereit zu stellen. Also müsste es unsere Aufgabe sein, Gruppen oder Communities zu bilden, Gleichgesinnte umeinander zu scharen und die vereinten Kräfte zu nutzen.
Die Technik besitzen wir. Was wir brauchen sind die Inhalte. Erkennt die Möglichkeiten und versteht diese zu instrumentalisieren.
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17.4.2008 - Der richtige Mann am richtigen Ort
Der richtige Mann am richtigen Ort ist Gold wert. So viel steht fest. Aber was, wenn es so eben nicht hinhaut und "Ort" und "Mann" nicht zusammen passen wollen? In Abhängigkeit von der jeweiligen Situation müssen geeignete Maßnahmen ergriffen werden.
Ein Freund berichtete neulich von einem Kollegen, der in seinem Bereich erfahren und "beschlagen" war. Als man ihn jedoch in die Messemannschaft berufen hat, hat er die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen können. Was war passiert?
Nun. Man hat ihn mitgenommen, aufgrund seines Wissens und seiner Qualifikation, die er im Innendienst immer wieder unter Beweis gestellt hat. Aber diese Fähigkeiten waren auf der Messe nicht gefragt. Dort standen Kontaktfreudigkeit und Kommunikationsstärke im Vordergrund. Und genau die konnte der Kollege weniger vorweisen.
So weit - so gut, könnte man denken. Aber dem war nicht so, denn der arme Tropf mußte sich durch volle 5 Tage Standdienst quälen. Unnötig zu erwähnen, dass es ein wenig erfolgreicher Einsatz war. Für ihn, genau so wenig wie für das übrige Messeteam, das unter der Situation ebenso gelitten hat.
Nochmals die Frage: Was war passiert? Nichts! Und genau das ist das Problem. Niemand hatte den Mut, den Kollegen von seinen Pflichten am Stand zu entbinden. Warum ist indes schwer zu verstehen: Es hätte allen Beteiligten genutzt.
Wir müssen umdenken: Von einer Aufgabe entbunden zu werden heißt nicht zwangsweise, dass der Kollege nicht etwas anderes besser kann. Er ist dadurch nicht geächtet.
Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass man den Mut haben muss, Menschen aus bedrückenden Situationen herauszuholen und ihnen Entfaltungsmöglichkeit in einem anderen Bereich zu geben.
Dann - davon kann man ausgehen - haben auch diese Menschen eine Chance etwas zu tun, was ihnen Freude bereitet. Und das anderen etwas bringt.
Nur Mut!
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16.4.2008 - Capoeira - ein Traum
Capoeira - schon mal davon gehört? Es ist faszinierend. Aber der Reihe nach.
Gestern konnte ich das Büro so zeitig verlassen, dass ich mir noch ein Training gönnen konnte. Eine willkommene Abwechslung, die mir derzeit viel zu selten widerfährt. Im Studio traf ich meinen Trainingsgefährten Walter. Zufällig. Leider war ich bereits im Begriff zu gehen, als er kam.
Walter ist sportlich sehr vielseitig. Ich weiß, dass er regelmäßig läuft (und dabei im Winter und auch jetzt noch saukalte Hände bekommt ;-) ), dass er verschiedene Kampfsportarten beherrscht, und - und darum geht es heute, dass er Capoeira . . . praktiziert, tanzt, kämpft . . . ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll.

"Capoeira ist ist ein brasilianischer Kampftanz , dessen Ursprung auf den afrikanischen NíGolo („Zebratanz“) zurückgeführt wird. Capoeira wurde während der Kolonialzeit in Brasilien von aus Afrika eingeschifften Sklaven praktiziert und weiterentwickelt. Die afrikanischen Elemente verschmolzen im Laufe der Jahre zusätzlich mit Einflüssen anderer Kampfkünste wie z. B. Ringen, Jiu-Jitsu und Wushu." (Wikipedia)
Für mich hat Capoeira noch mehr. Es mutet fast schon mystisch, meditativ an. Fazinierend vor allem, dass man gar nicht genau weiß, ob es nun mehr Kampfkunst oder Tanz ist. Ich finde es faszinierend, was manche Menschen mit ihrem Körper anstellen können.
Aber das Beste ist, dass Walter mir endlich - nach vielen Bitten - zugestanden hat, mir etwas von seinem Capoeira beizubringen. Und darauf freue ich mich. Sehr sogar.
Schade, dass heute nichts für Euch dabei ist ;-).
Doch halt: Ein paar Links habe ich noch für Euch. Um Euch die Nase lang zu machen:
Eindrucksvolle Bilder des Tanzes
Ebenso eindrucksvoll: Der Kampf
Und: Capoeira on the beach.
Unglaublich. . .
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15.4.2008 - Technik heute -Gadgets
Nach der Erörterung der psychosozialen Komponente "Bluetooth" heute ein Blog-Post für Technik-Lovers:
So ein Keyboard muss man haben.

Weitere Details und Ideen gibt es hier. 'Glaubste nicht' gibt's nicht. Mit einem Keyboard dieser Art geht alles...
Diejenigen unter Euch, die nie Haustiere haben durften, können jetzt Versäumtes nachholen: Mit dem Nabaztag-Hasen.

Er kann vorlesen, das Wetter vorhersagen, neue eMails ankündigen und vieles mehr. Ich kann es kaum noch erwarten, einen mein Eigen zu nennen...
Aber das aktuell mit Abstand begehrenswerteste Gadet ist sicher...

...USB-Sushi.
Schöne neue Welt...
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14.4.2008 - Bluetooth-Gefälle
Am Samstag waren wir einkaufen. In einer großen deutschen Stadt. In Köln. Ich brauchte mal wieder "was Neues für's Büro". Meine Ausbeute von 2 Hosen, 4 Hemden und 2 nicht dazu passenden Krawatten, hatte ich nach 20 Minuten bereits im Kofferraum. Neuer Rekord.
Der zweite Teil des Tages bestand darin, vor Umkleidekabinen zu sitzen und darauf zu warten, wofür - oder besser wogegen - sich meine bessere Hälfte wohl entscheiden würde. So wartend entwickelte ich die Idee, die Bluetooth-Dichte der einzelnen Geschäfte zu testen. Ich konnte mir durchaus vorstellen, dass es so etwas wie ein "Bluetooth-Gefälle" im deutschen Modehandel gibt.

Also habe ich mit meinem Handy in verschiedenen Geschäften - während ich auf die Prêt-à-porter-Show meiner Besten wartete - nach sichtbaren Bluetooth-Handys gesucht. Und ich muss sagen, ich wurde in meiner Erwartung und Einschätzung bestätigt:
Kaufhof: 0
Wen wundert's. Ich gehe da auch nur hin, weil im obersten Stockwerk der Männerhort "Saturn" mit immer neuen Versuchungen aufwartet.
H&M: 3
Hatte ich genau so erwartet. Die meisten hießen "SGH 400" oder "LG KG 800", was daruf schließen läßt, dass die EigentümerInnen sich nie die Mühe gemacht haben, ihrem Handy einen eigenen Namen zu geben.
New Yorker: 7
(Schlimm, dass ich auf diesem Weg zugeben muss, bei New Yorker gewesen zu sein. Ich kann nichts dafür - meine Süße hatte in den anderen gefühlten 180 Geschäften einfach 'noch gar nichts Passendes gefunden'.) Unter den 7 gefundenen sichtbaren Bluetooth-Handys waren allerhand Namen von Menschen, die ich trotz aller mir eigenen Neugier nicht kennen lernen wollte: z.B. "RussBratwurst" oder "DonAbruzzi".
Was zu beweisen war - und ich werde diesen Test gerne weiterführen und auch darüber berichten: Es gibt ein Bluetooth-Gefälle in Deutschland! Im Übrigen ist es ausgesprochen unterhaltsam und ein hervorragender Zeitvertreib, wenn es mal wieder ein wenig länger dauert, vor der Kabine...
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13.4.2008 - Neues aus aller Welt
Wiedermal eine Folge "Neues aus aller Welt", Skuriles, Überraschendes, Verrücktes nach dem Motto "in welcher Welt leben wir eigentlich?"
Ilja Gort ist Winzer und Weintester. Das allein ist nicht außergewöhnlich. Doch er hat sich jüngst bei Lloyds in London seine Nase versichern lassen, für 5 Millionen Euro. Allerdings stellte Lloyds Bedingungen an Gort: So mußte er sich verpflichten, weder Motorrad zu fahren, noch zu Boxen. So weit so gut. Überraschend ist allerdings, dass er außerdem nicht als Assistent eines Messerwerfers arbeiten darf. Glaubt man das?
Belgische Polizisten wurden überführt, dass sie zur Erreichung der ihnen vom Bund vorgegebenen Kontroll-Quoten, regelmäßig selbst ins Röhrchen geblasen haben. Auch an den Wiegestationen baten sie ihre Kollegen von der Müllabfuhr, mit ihren Fahrzeuge mehrfach über die Waage zu fahren. Dies alles mutet skandalös an, ist es aber nicht, angesichts der Tatsache, dass diese Praktiken nicht von den Kollegen der Polizisten aufgedeckt wurden (wen wunderts), sondern von deren Gewerkschaftsboss, der damit auf den gravierenden Personalmangel bei der belgischen Polizei aufmerksam machen wollte. Was er damit losgetreten hat, wird sich zeigen. Allerdings sieht eine Statistik besonders gut aus: Sehr viele Alkoholkontrollen verliefen zuletzt negativ!
Der Medizinball wurde bereits vor dem 1. Weltkrieg in den USA entwickelt. Es hieß, er sei so gesundheitsfördernd, dass man keine andere Medizin mehr brauche. Nach Deutschland kam er durch den deutschen Sportlehrer Hans Surén, der ihn wiederum 1919 in britischer Kriegsgefangenschaft kennen gelernt hatte. In den 20er Jahren gab es Anleitungen "zur Selbstanfertigung des Apparates". Dies ist nichts anderes als der Versuch, die Schuldigen für viele Stunden grausamen Schulsports mit dem Medizinball beim Namen zu nennen. Viele von Euch haben sich das sicherlich gewünscht ;-)
Bleibt der Versuch eines Resumées: Solltet Ihr also Eure Nase, oder sonst einen Körperteil hochversichert haben und dennoch dem Drang erliegen, Euch mit einem Messerwerfer einzulassen (was Ihr ja eigentlich NICHT dürft), legt Wert darauf, immer einen Medizinball dabei zu haben. Oder so... In welcher Welt leben wir eigentlich?
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